Wann Rasen nachsäen, reparieren oder neu anlegen?

Der Rasen ist braun, lückig oder an einzelnen Stellen ganz verschwunden? Dann muss nicht automatisch die gesamte Fläche neu angelegt werden.

Je nach Zustand kann es ausreichen, den vorhandenen Rasen zu regenerieren, nachzusäen oder einzelne kahle Stellen gezielt zu reparieren.

Entscheidend ist deshalb zunächst die Frage:

Wie sieht Ihr Rasen aus – und wie viel von der vorhandenen Grasnarbe ist noch erhaltenswert?

Die schnelle Entscheidung:
  • Nach Hitze und Trockenheit braun? → Erst regenerieren und beobachten.
  • Insgesamt dünn und lückig? → Nachsäen.
  • Einzelne kahle oder abgestorbene Stellen? → Gezielt reparieren.
  • Neue Fläche oder kaum noch erhaltenswerter Rasen? → Rasen neu anlegen.

1. Ihr Rasen ist nach Hitze und Trockenheit gelb oder braun?

Dann sollten Sie nicht sofort nachsäen.

Vertrocknete Halme bedeuten nicht automatisch, dass die gesamte Graspflanze abgestorben ist. Nach ausreichender Bewässerung können sich viele Rasengräser wieder regenerieren und neu austreiben.

Deshalb gilt:

Erst wässern – Regeneration beobachten – anschließend beurteilen.

Bleiben danach Bereiche tatsächlich kahl und zeigt sich dort kein neuer Austrieb, können diese Stellen gezielt nachgesät und repariert werden.

Hilfe bei vertrocknetem Rasen – so bringen Sie ihn wieder in Form

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie einen durch Hitze und Trockenheit geschwächten Rasen richtig regenerieren und wann eine Nachsaat tatsächlich notwendig wird.


2. Ihr Rasen ist noch vorhanden, aber insgesamt dünn und lückig?

Dann ist eine Nachsaat meistens die richtige Maßnahme.

Der vorhandene Rasen bleibt bestehen und wird durch neue Gräser ergänzt. Dadurch können Lücken geschlossen und die Rasennarbe wieder dichter werden.

Eine Nachsaat kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn der Rasen nach Trockenheit, stärkerer Beanspruchung oder anderen Einflüssen sichtbar ausgedünnt ist, aber noch ausreichend gesunde Gräser vorhanden sind.

Rasen nachsäen – so schließen Sie Lücken und reparieren kahle Stellen

Dort erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie einen bestehenden Rasen richtig vorbereiten, nachsäen und anschließend pflegen.


3. Sie haben einzelne kahle oder abgestorbene Stellen?

Auch dann muss der gesamte Rasen nicht neu angelegt werden.

Solche Fehlstellen können beispielsweise entstehen, wenn:

  • längere Zeit ein Swimmingpool auf dem Rasen stand,
  • Matten, Gartenmöbel oder andere Gegenstände die Fläche abgedeckt haben,
  • ein Bereich besonders stark beansprucht wurde,
  • oder einzelne Teile des Rasens tatsächlich abgestorben sind.

Ist dort kein lebender Rasen mehr vorhanden, können Sie diese Bereiche gezielt vorbereiten und neu einsäen.

Rasen nachsäen und kahle Stellen reparieren

Unser Nachsaat-Ratgeber zeigt sowohl die flächige Nachsaat eines ausgedünnten Rasens als auch die gezielte Reparatur einzelner Schadstellen.


Welche Rasensaat sollten Sie für eine Nachsaat verwenden?

Wenn Sie noch wissen, mit welcher Rasensaat Ihr Rasen ursprünglich angelegt wurde, ist diese Mischung häufig auch für eine spätere Nachsaat oder Reparatur eine gute Wahl.

Der Grund ist einfach:

Grasarten und Rasensorten unterscheiden sich unter anderem in Farbe, Blattstruktur und Wuchscharakter.

Wenn Sie möglichst dieselbe Mischung verwenden, bleiben die neu eingesäten Bereiche dem vorhandenen Rasen optisch und vom Wuchs her möglichst ähnlich.

Eine ausdrücklich als „Nachsaat“ bezeichnete Rasenmischung ist deshalb nicht automatisch für jeden bestehenden Rasen die beste Wahl.

Aber Achtung:

Verwenden Sie die ursprünglich eingesetzte Rasenmischung nur dann wieder, wenn sie auch zum Standort passt. Hat sich beispielsweise gezeigt, dass der bisherige Rasen unter starkem Schatten, Trockenheit oder anderen Standortbedingungen dauerhaft schlecht wächst, sollte nicht immer wieder dieselbe ungeeignete Mischung nachgesät werden. In diesem Fall ist eine besser an den Standort angepasste Rasensaat die sinnvollere Wahl.


4. Sie haben eine neue Fläche oder der vorhandene Rasen ist kaum noch erhaltenswert?

Dann ist eine komplette Rasenneuanlage meist sinnvoller als eine weitere Nachsaat.

Das gilt beispielsweise:

  • wenn auf der Fläche bisher noch kein Rasen vorhanden war,
  • nach größeren Bau- oder Gartenarbeiten,
  • wenn der vorhandene Rasen weitgehend zerstört ist,
  • oder wenn kaum noch eine erhaltenswerte Rasennarbe vorhanden ist.

Bei einer Neuanlage können Boden, Standort, spätere Nutzung und die Wahl der passenden Rasenmischung von Anfang an berücksichtigt werden.

Rasen neu anlegen – Schritt für Schritt zum neuen Rasen

Dort zeigen wir Ihnen den kompletten Weg von der Vorbereitung der Fläche über die Aussaat und Bewässerung bis zur Entwicklung des jungen Rasens.


Spätsommer und Frühherbst: eine gute Zeit für Rasensaat

Spätsommer und früher Herbst bieten häufig besonders günstige Bedingungen für eine Nachsaat oder Rasenneuanlage.

Der Boden ist vom Sommer noch erwärmt, während große Hitze und starke Verdunstung gewöhnlich nachlassen. Dadurch lässt sich die für die Keimung notwendige Feuchtigkeit häufig leichter sicherstellen.

Wenn Ihr Rasen nach dem Sommer Schäden zeigt oder Sie eine neue Rasenfläche anlegen möchten, ist jetzt deshalb ein guter Zeitpunkt, genauer hinzusehen und zunächst die richtige Entscheidung zu treffen:

Regenerieren, nachsäen, reparieren oder neu anlegen?

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