Hilfe bei vertrocknetem Rasen – so bringen Sie ihn wieder in Form

Mit der richtigen Bewässerung und gezielter Pflege den Rasen nach Hitze und Trockenheit regenerieren und langfristig stärken.

Inhalt


Wenn Ihr Rasen nach längerer Hitze und Trockenheit gelb oder braun aussieht, ist er nicht automatisch kaputt. Das ist die gute Nachricht.

Viele Rasengräser fahren bei Wassermangel ihr Wachstum stark zurück. Die Halme vertrocknen, aber die Pflanze selbst kann noch leben. Wenn Wurzeln und Vegetationspunkte die Trockenphase überstanden haben, wird sich der Rasen wieder erholen.

Aus meiner Erfahrung gilt deshalb: Nicht gleich hektisch düngen oder vertikutieren. Erst einmal muss wieder Wasser in den Boden.

Erst wässern, dann düngen

Nach längerer Trockenheit ist der Boden oft bis in tiefere Schichten ausgetrocknet. Ein kurzer Regen oder nur zehn Minuten mit dem Rasensprenger reichen dann nicht!

Der Boden muss wieder gründlich durchfeuchtet werden – und das nicht nur an der Oberfläche.

Vorher jedoch „LÜFTE“ ich die trockenen Stellen und nehme das verdorrte Gras auf.

Ist der Boden sehr trocken, nimmt er Wasser manchmal zunächst schlecht auf. Dann lieber in Etappen (an)wässern: eine kurze Zeit beregnen, das Wasser einsickern lassen und später noch einmal nachwässern. So vermeide ich, dass das Wasser einfach oberflächlich abläuft.

Ein Rasensprenger oder Beregner ist dafür in der Regel besser geeignet als ein harter Wasserstrahl.

Danach heißt es erst einmal: abwarten und beobachten.

Kommt wieder Grün, lebt der Rasen

Wenn sich nach einigen Tagen wieder frische grüne Halme zeigen, wissen Sie: Der Rasen lebt und beginnt sich zu regenerieren.

Wie schnell das geht, kann sehr unterschiedlich sein. Nach einer kurzen Trockenperiode kann man recht schnell eine Veränderung sehen. War der Rasen über Wochen extremer Hitze und Trockenheit ausgesetzt, dauert die Erholung entsprechend länger.

Deshalb halte ich wenig von Aussagen wie „nach sieben Tagen ist der Rasen wieder grün“. Das kann funktionieren – muss aber nicht.

Sobald der Rasen wieder anfängt zu wachsen, kommt der nächste Schritt.

Jetzt können Sie die Regeneration mit dem Animatio® Stärkungs-Dünger unterstützen

Für diese Situation empfehle ich unseren Animatio® Stärkungs-Dünger.

Warum gerade den Stärkungs-Dünger?

Nach einer starken Trockenphase geht es aus meiner Sicht nicht darum, den Rasen einfach nur möglichst schnell dunkelgrün zu bekommen. Entscheidend ist, dass sich die Pflanzen wieder stabilisieren und neue Wurzeln bilden können.

Der Animatio® Stärkungs-Dünger versorgt den Rasen mit den notwendigen Haupt- und Spurennährstoffen. Dabei enthält er mit 8 % Stickstoff bewusst weniger Stickstoff als unser Profi-Rasendünger mit 12 % Stickstoff.

Das ist in dieser Situation durchaus von Vorteil: Der Rasen bekommt ausreichend Stickstoff für seine Regeneration, ohne dass die Düngung einseitig auf möglichst schnelles Blatt- und Längenwachstum ausgerichtet ist. Gerade nach Hitze- und Trockenstress sollte sich der Rasen kontrolliert wieder aufbauen können.

Zusätzlich enthält der Stärkungs-Dünger Endo-Mykorrhiza sowie ausgewählte Mikroorganismen. Diese unterstützen die Entwicklung eines aktiven Wurzelraums und die Nährstofferschließung.

Genau diese Kombination macht den Unterschied: moderate Stickstoffversorgung, ausgewogene Nährstoffe und biologische Komponenten zur Unterstützung des Wurzelraums.

Ich sehe den Stärkungs-Dünger deshalb nicht als irgendeinen „Sofort-Grün-Dünger“, sondern als Regenerationsdünger für einen Rasen, der sich nach einer Stressphase wieder stabil aufbauen muss.

So düngen Sie richtig

Wichtig ist: Der Boden sollte vor der Düngung bereits wieder ausreichend feucht sein.

Bringen Sie den Animatio® Stärkungs-Dünger dann gleichmäßig in der empfohlenen Dosierung auf der Fläche aus, am einfachsten mit unserem Tellerstreuer-Wagen, und wässern Sie ihn anschließend gründlich ein.

Dadurch gelangen die löslichen Nährstoffe in den Wurzelbereich. Gleichzeitig kommen auch Mykorrhiza und Mikroorganismen dorthin, wo sie gebraucht werden: in einen feuchten, aktiven Wurzelraum.

Wenn Regen angekündigt ist, können Sie diesen natürlich zum Einwässern nutzen. Vor einem angekündigten Starkregen oder Gewitter würde ich allerdings nicht düngen. Dann besteht die Gefahr, dass Dünger abgeschwemmt wird.

Bitte nicht jeden Tag ein bisschen wässern

Ein häufiger Fehler nach Trockenperioden ist tägliches, aber zu kurzes Bewässern.

Damit wird oft nur die oberste Bodenschicht nass. Der Rasen gewöhnt sich daran und bildet seine Wurzeln bevorzugt in diesem Bereich.

Besser ist bei einem bestehenden Rasen normalerweise: gründlich wässern und dafür größere Abstände zwischen den Bewässerungen lassen.

Mit einem üblichen Bogenregner „Fächerregner“ sind dafür häufig etwa mind. 30 bis 60 Minuten pro Beregnungsgang erforderlich. Die tatsächliche Dauer hängt allerdings stark vom verwendeten Regner, vom Wasserdruck und von der Größe der beregneten Fläche ab.

Als gute Orientierung sollten bei einer gründlichen Bewässerung etwa 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter ausgebracht werden. Danach kann – abhängig von Temperatur, Bodenart und Niederschlag – in der Regel mehrere Tage pausiert werden!

Ist der Boden nach längerer Trockenheit sehr ausgetrocknet und nimmt das Wasser nur schlecht auf, teilen Sie die Bewässerung besser auf zwei Durchgänge auf. Lassen Sie das Wasser zwischendurch einsickern, bevor Sie erneut beregnen.

Mein Greenkeeper-Tipp

Sie müssen die Wassermenge nicht schätzen: Stellen Sie während der Beregnung einfach einen Regenmesser, bei uns im Shop erhältlich, oder ein Glas auf den Rasen.

15 bis 20 Millimeter Wasserstand entsprechen 15 bis 20 Litern Wasser pro Quadratmeter – so einfach.

So können Sie einmal ermitteln, wie lange Ihr eigener Regner für die richtige Wassermenge benötigt. Danach kennen Sie die passende Beregnungszeit für Ihre Anlage wesentlich genauer als mit jeder pauschalen Minutenangabe.

Etwas anderes gilt bei einer frischen Nachsaat. Dort muss die oberste Bodenschicht während der Keimung gleichmäßig feucht gehalten werden.

Was tun, wenn der Rasen nicht mehr kommt?

Wenn sich einzelne Bereiche auch nach ausreichender Bewässerung und etwas Geduld nicht mehr erholen, können dort tatsächlich Gräser abgestorben sein.

Dann hilft auch zusätzlicher Dünger nicht mehr. Wo keine lebende Pflanze mehr vorhanden ist, kann schließlich nichts mehr austreiben.

In diesem Fall sollten Sie die abgestorbenen Bereiche aufarbeiten und nachsäen.

Aber auch hier gilt: Nicht automatisch den kompletten Rasen vertikutieren.

Vertikutieren bedeutet für den vorhandenen Rasen zusätzlichen Stress. Ist die Fläche ohnehin durch Hitze und Trockenheit geschwächt, sollten Sie nur dort mechanisch eingreifen, wo tatsächlich abgestorbenes Material oder stärkerer Rasenfilz entfernt werden muss.

Kahle oder stark ausgedünnte Bereiche können anschließend mit einer geeigneten Regenerationsrasensaat nachgesät werden.

Das Wichtigste zusammengefasst

So bringen Sie Ihren Rasen nach Hitze und Trockenheit wieder in Form:

  • Trockene Stellen vorbereiten: Verdorrtes Gras entfernen und die betroffenen Bereiche bei Bedarf leicht lüften.
  • Boden gründlich wässern: Etwa 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter ausbringen. Sehr trockene Böden besser in mehreren Etappen bewässern.
  • Abwarten und beobachten: Zeigen sich wieder frische grüne Halme, lebt der Rasen und beginnt sich zu regenerieren.
  • Regeneration unterstützen: Sobald der Rasen wieder wächst, den Animatio® Stärkungs-Dünger gleichmäßig ausbringen und anschließend gründlich einwässern.
  • Nicht täglich nur ein bisschen wässern: Bestehenden Rasen lieber gründlich bewässern und danach mehrere Tage pausieren.
  • Abgestorbene Stellen gezielt nachsäen: Nur Bereiche aufarbeiten, die sich tatsächlich nicht mehr erholen. Den geschwächten Rasen nicht vorsorglich komplett vertikutieren.

Das Ziel ist nicht, den Rasen möglichst schnell wieder dunkelgrün zu bekommen. Er soll sich nach der Stressphase nachhaltig regenerieren, neu durchwurzeln und wieder stabil aufbauen.

Genau dafür ist der Animatio® Stärkungs-Dünger eine gute Wahl: Er kombiniert eine moderate Stickstoffversorgung mit ausgewogenen Nährstoffen, Endo-Mykorrhiza und ausgewählten Mikroorganismen zur Unterstützung des Wurzelraums.

Ihr
Andreas Hollmann
selbst. Greenkeeper bei Animatio

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